Neues aus der Welt des Tablefittings

Unterwegs mit Trevor Foord in Süddeutschland gestern Station in Herzogenaurach beim BC 97. Ein moderner, gemütlicher Club, neben sechs Pool- auch zwei Snookertische, über 70 Mitglieder, mehrere aktive Mannschaften. Die Aufgabe: beide Snookertische sollten auf Vordermann gebracht werden.

Beim ersten Snookertisch sollten die Schieferplatten gewechselt werden. Eine erhebliche Anzahl der für die Befestigung der Banden notwendigen Bolzen war aus dem Schiefer gebrochen, Reparatur nicht möglich und damit eine schlüssige Verbindung zwischen Schieferplatte und Banden nicht mehr gewährleistet. Der Tisch wurde vor zwei Jahren in diesem Zustand aufgebaut, doch das Ballverhalten war extrem mangelhaft. Nun also der große Aufwand: Schieferplatten wechseln!
Der Club ist im ersten Stock eines Gewerbegebäudes über eine lange Außentreppe erreichbar und damit der Plattentransport eine Herausforderung. Glücklicherweise konnte ein Gabelstapler organisiert werden, der unsere Palette bis auf die gewünschte Höhe heben konnte. Beim Hereinholen der Platten in luftiger Höhe etwas Mut und die Sache war geritzt. Der Rest dann Routine und ein Riley Club konnte endlich in den Zustand versetzt werden, der ein ordentliches Spiel ermöglicht.

Beim zweiten Snookertisch die Aufgabe Bandenüberarbeitung. Vor gerademal zwei Jahren wurden (von einem hier nicht zu nennenden Tablefitter) neue Gummis aufgezogen, doch der Tisch war nahezu unspielbar. Die Taschen waren in Größe und Zuschnitt extrem verschieden, das Ballverhalten im allgemeinen auffällig. Nun also weit vor der Zeit der Auftrg das in Ordnung zu bringen. Im Laufe der Zeit haben wir ja schon so einiges gesehen, das bisher vielleicht schärfste die bei Wiraka-Tischen mit doppelseitigem Klebeband befestigten Gummis. Doch hier war der immerhin Northern Rubber mit Holzleim!!! aufgeklebt worden, was natürlich keine ordentliche Bindung erzielt.
Die Taschen hatten einen undefinierbaren Zuschnitt, laut Beobachtern der Aktion damals wurde ohne Schablonen mit einem Fragment von Klinge geschnitten, einen Eindruck erhält man auf den Fotos. Schade um das für diesen Auftrag bezahlte Geld. Der Gummi, nicht billig, ist leider nicht wieder verwendbar, der Stoff für den Bandenbezug sowieso nicht, die Blocks vom Holzeim zu befreien und für die neue Verklebung vorzubereiten ein schönes Stück Arbeit. Naja, die Snookerfreunde in Herzogenaurach haben sicher etwas gelernt…
Am Ende noch der Hinweis, dass im BC 97 Herzogenaurach zwar schon viele Mitglieder organisiert sind, doch Spieler die aktiv in den Manschaften mitmachen wollen sind jederzeit willkommen.

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Restaurierung und Aufbau eines antiken Burroughes & Watts

Nach einigen Wochen aufwendiger Restaurierung nun der Aufbau eines antiken Burroughes & Watts in einer schönen Stadtvilla in Wien. Der Tisch, über 100 Jahre alt, hat seinen Platz dort im Wohnzimmer der Familie gefunden, steht auf einem persischen Teppich und befindet sich in guter Gesellschaft zu einem Bechstein Flügel.

Eine kleine Herausforderung bei der Restaurierung war dabei, Beine und Rahmen vom Holzdekor her an die Farbgebung des Flügels anzugleichen. Um dem schönen alten Burroughes Design gerecht zu werden, sind die Spuren des Alters nicht komplett beseitigt und so atmet der Tisch die gewünschte Patina. Wie immer wurden vorzugsweise ökologische Stoffe verwendet, Farbe und Lack sollten auf diesen antiken Harthölzern keine Verwendung finden.

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Snookertisch von Touching Ball für die Hamburger Stadtmeisterschaft im Snooker

Dieses Jahr statten wir die 2. Hamburger Stadtmeisterschaft aus und natürlich ist es auch eine Ehre den Tisch zu stellen, auf dem Steve Davis seine Snookerkunst zelebrieren wird.

Am 16. und 17. Oktober 2010 finden die Meisterschaften bereits in zweiter Auflage statt.
Der große Erfolg des Vorjahres stimmt die Organisatoren, den Snookerclub Hamburg e.V. zuversichtlich, dass auch dieses Jahr wieder viele Snookerfans den Weg ins Quarree Wandsbek finden werden. Ziel soll es sein den Snookersport einem noch größeren Kreis von Interessierten nahezubringen und bestenfalls diese Meisterschaft zu einer Tradition werden zu lassen.

Schon jetzt kann Hamburg mit seinen Vereinen und insgesamt fast 20 Turniertischen (einige auch von uns) als eine Hochburg für Snooker in Deutschland gelten.

Der Tisch zum Event wird ein Riley Aristocrat sein, fachmännisch aufgebaut von Trevor Foord, der auch als Schiedsrichter das Finale leiten wird.

Während voriges Jahr überraschend Arne Friedrich und Philipp Lahm während der Stadtmeisterschaft in den Clubräumen des Snookerclub-Hamburg auftauchten (Anlaß war das Qualifikationsspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland in Hamburg) und besonders Philipp als Besitzer eines eigenen Tisches mit richtig gutem Spiel zu beeindrucken wußte, können wir nur gespannt sein, was uns dieses Jahr alles erwartet.

Der Snookertisch, am Ende sicher versehen mit einer Widmung von Steve Davis, wird von den Organisatoren zum Verkauf angeboten, wobei der Gewinn aus dem Verkauf einem wohltätigen Zweck zugute kommen soll. (NABU Landesverband Hamburg)

Also, vielleicht sehen wir uns ja im Oktober in der Hansestadt…

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Appell an alle Interessenten

Leute, Leute. Es ist Zeit für einen dringenden Appell an alle Interessenten, die irgendwann einmal einen Snookertisch kaufen wollen.
Vorangestellt: Nein, wir kaufen keine Tische von Wiraka oder andere Fernost-Fabrikate an. Da gibt es einen prädestinierten Mitbewerber… (Kontakt übermitteln wir gern per Email) und nein, wir verkaufen auch keine gebrauchten oder gar neuen Fernost-Tische.

Letztere gibt es bei den sicher hochqualifizierten “Kaufrausch”- und “Preisbrecher”- Onlinehändlern, die mit ihren Containern gefüllt mit Rasenmähern, Kochtöpfen Glasperlen und eben auch Snookertischen nicht zuletzt der fernöstlichen Seefahrt ein erkleckliches Auskommen sichern.
Und noch ein letztes Nein.
Auch wenn die Snookertische von dort irgendwie besonders sein müssen, denn die lassen sich ja laut Beschreibung oft “problemlos selbst aufbauen” und im demontierten Zustand sogar “leicht in einem kleinen Anhänger” transportieren, hat diese Ware sicher ihre Berechtigung.
Wenn nicht, würde der Markt diese Produkte schon verbannt haben.

Und: natürlich gibt es auch in China mit viel Mühe produzierte Snookertische in höchster Qualität – die sieht man dann gesponsert auf der Maintour – so z.B.  jetzt den “Star”  in Gold.
Diese findet man dann allerdings nicht bei den o.g. Ramsch-Onlinern, und bezahlen würde man die auch nicht mehr wollen.

Ein letztes: Bei einem vor einiger Zeit von uns geliefertem Tisch in Hamburg waren die Banden “reif”. Zwei Tage war ich dabei wie Trevor Foord Holz und Gummi zuleibe rückte. Sonst meistens im Streß, hatten wir diesmal Zeit über Snookertische allgemein, Qualitäten von Materialien und besonders auch Dienstleistungen zu reden.
Von über 36 Jahren Erfahrung zu profitieren ist dabei natürlich enorm wertvoll.
U.a.  hatte er einen wichtigen Rat: “Wenn du den Auftrag bekommst einen Wiraka (er hat speziell dieses Fabrikat genannt, meinte aber die ganze “Familie”) zu fitten, lehne ab oder kalkuliere den Arbeitspreis 30% höher und gib keine Garantie auf die Stabilität”
Nun ist Trevor nicht irgendwer, sondern nicht nur nach meinem Dafürhalten einer der besten Tablefitter hierzulande.
Ja. Auch da gibt es Unterschiede, und die zeigen sich eben nicht nur im Preis.
Lediglich zu wissen wie man mit dem Queue umgeht, Wasserwaage und Tacker anschaffen und dann ohne jede (handwerkliche) Ausbildung und Erfahrung den Titel Tablefitter zu führen, kann jedoch nur den unbedarften Kunden zufrieden stellen der den Unterschied zu solider handwerklicher Arbeit (noch) nicht kennt.

Nun aber der Appell: Wer anspruchslos ist und lediglich paar bunte Bälle auf einem richtig großen Tisch rumrollen will, sollte tatsächlich billigst kaufen und das selbst aufgebaute Schmuckstück auch durchaus selbst mit einem “original englischen Tuch” bedecken oder billigst zum Sonderpreis aufbauen lassen.

Alle anderen:

  • befaßt euch vor dem Kauf damit worauf es wirklich ankommt
  • hört mehrere Meinungen von Tischbesitzern, und vor allem berücksichtigt auch, daß kaum einer zugibt, daß er nicht den Tisch seiner Träume gekauft hat
  • seid nicht blauäugig gegenüber Verkäuferaussagen, auch gegenüber den unsrigen ;-) und besonders Tiraden von Eigenlob sind verdächtig
  • seid einfach mißtrauisch und prüft genau die Angebote, sucht nach Referenzen
  • fragt nach der Zufriedenheit mit Service und der Aufbauqualität

Von uns verkaufte und aufgebaute original englische Snookertische stehen nunmehr in wirklich allen Regionen Deutschlands, vielen Ländern Europas, sogar in Marokko, in Clubs, bei Vereinen oder Privatleuten.
Zwar sind es verschiedenste Modelle, doch trotzdem lohnt sicher jeder Besuch und man kann, oft verbunden mit einem Spielchen, die Qualität von Service und Aufbau erfragen.
Auch ist jeder willkommen unserer Werkstatt einen Besuch abzustatten, aktuell verfügbare oder gerade in Arbeit befindliche Tische zu begutachten. Allerdings besser vorher anrufen, denn wenn gerade Auslieferung ansteht, ist die Werkstatt verlassen.

Zum Schluß noch die wichtigste Neuigkeit:
Wir bauen nun bald unseren eigenen Snookertisch, ausgereifte Konstruktion als Ergebnis der Bearbeitung und Aufbauerfahrung von -zig verschiedenen Modellen über Jahre hinweg.
Gekennzeichnet durch variables Design, Ausführung 6 bis 12 ft, Kundenwünsche in Holz, Farbe usw. kein Problem.
Wir lassen nicht etwa bauen in Polen, Ukraine oder China, es wird bei uns in der Werkstatt produziert und damit werden auch deutsche Arbeitsplätze gesichert.
Möglich wird dies zu einem konkurrenzfähigen Preis bei höchster Qualität durch Einsatz von modernster CNC-Technik für Fräsen und Drechseln.
Weitere Details dazu folgen demnächst in dieser Rubrik.
Unserer Liebhaberei, der Restaurierung von original englischen Tischen bleiben wir natürlich weiterhin treu, werden uns dabei durch die neuen technischen Möglichkeiten noch mehr auf die wirklich antiken Perlen für höchste Ansprüche konzentrieren.

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